Wasserleben - das Dorf im Grünen! |
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Viele Sagen ranken sich um Wasserleben, das im Jahre 964 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Dass hier im frühen Mittelalter ein berühmter Wallfahrtsort war, ist dem „Blutwunder“ von Wasserleben zu verdanken. Mindestens drei überlieferte Wunder berichten von der Rettung Ertrunkener. Erhalten sind heute zwei historische Kirchen aus dem 13. und 16. Jahrhundert. Sagenhaftes von Wallfahrern und dem Umgang mit Brot Der „Brotstein“ im Süden der Ortslage gehört zu den Sagensteinen: „Ein Mädchen, das auf dem Heimweg war, hätte einst an der Stelle, durch eine Pfütze gehen müssen. Um aber ihre neuen Schuhe nicht zu beschmutzen, warf sie ihr Brot in die Pfütze, um trocken darüber zu kommen. Als sie nun den Fuß auf das so missachtete Brot setzte, verwandelte sie sich in den Brotstein“. Den Ortskern dominiert das ehemalige landwirtschaftliche Gut des Grafen zu Stolberg-Wernigerode - die Domäne. Sie ist aus dem früheren Nonnenkloster des Zisterzienserordens entstanden und verfügt über eine 700-jährige Geschichte. Heute ist hier ein Ökologisches Bildungszentrum ansässig. Die mächtigen Gebäude sind jeweils am ersten Oktober- Wochenende die Kulisse für ein großes regionales Erntedankfest mit historischer Landtechnikschau. Kaum jemand vermutet hier einen im englischen Landschaftsstil 1852 angelegten Park, der zu den schönsten im Harz gehört. Die beeindruckenden mächtigen Kronen alter Den stolzen Rotmilan mit seinem leuchtend rotbraunen Gefieder kann man am Nordharzhimmel so häufig sehen wie sonst nirgends auf der Erde. Diese Art hat in unserem Gebiet ihren weltweiten Verbreitungsschwerpunkt. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bestand des schönen Greifvogels gefährdet ist. Vor allem der Nahrungsmangel macht den Tieren zu schaffen. Dabei gibt es noch genügend Mäuse, aber in unseren dicht schließenden landwirtschaftlichen Kulturen sind sie für den Milan schwerer zu erlangen als im lückig stehenden Sommergetreide oder in den Futterkulturen früherer Zeiten. |
Vorbei an wogenden Kornfeldern und saftig grünen Zuckerrüben entlang der sagenhaften Ilse liegt das idyllische Wasserleben inmitten des beidseitigen Auenwaldes, der wie das Grüne Band ein Lebens- und Rückzugsraum für selten gewordene Pflanzen und Tiere ist.
Baumriesen bieten Nahrung und Unterschlupf für heimische Singvögel, die gepflegte Teichfläche lädt zu Ruhe und Entspannung sowie zum Beobachten der Pflanzen- und Tierwelt ein.